{"id":242,"date":"2010-10-31T08:21:04","date_gmt":"2010-10-31T07:21:04","guid":{"rendered":"http:\/\/web6304.softwerk25.konto.name\/international\/?p=242"},"modified":"2018-09-26T08:38:10","modified_gmt":"2018-09-26T06:38:10","slug":"internationale-muensterlaender-pruefung-fuer-gross-und-klein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/klm-international.info\/de\/internationale-muensterlaender-pruefung-fuer-gross-und-klein\/","title":{"rendered":"Internationale M\u00fcnsterl\u00e4nder-Pr\u00fcfung f\u00fcr Gro\u00df und Klein 2010"},"content":{"rendered":"<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>von Autor und Fotograf: Dr. Christine Miller<br \/>\nMit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift PIRSCH 24\/2010<\/p>\n<p>\n Verantwortungsvolle Hundezucht hat l\u00e4ngst die Landesgrenzen gesprengt. Immer mehr Zuchtverb\u00e4nde wollen die Basis ihrer Jagdhunderasse ausweiten, ohne auf hohe Leistungsstandards zu verzichten. Das ginge im geeinten Europa eigentlich ganz leicht \u2013 g\u00e4be es in den einzelnen L\u00e4ndern vergleichbare Pr\u00fcfungen. Auf den Weg dahin haben sich die Zuchtverb\u00e4nde der Gro\u00dfen und Kleinen M\u00fcnsterl\u00e4nder begeben: Ihre Feuertaufe hat die \u201e<a href=\"https:\/\/klm-international.info\/internationale-pruefungen\/\">Internationale M\u00fcnsterl\u00e4nderpr\u00fcfung IMP<\/a>\u201c nun bestanden: Seit 2007 hatte ein Mitgliederausschuss von \u201eKlM International\u201c mit Vertretern der Zuchtverb\u00e4nde in Deutschland, \u00d6sterreich, Frankreich, Niederlande und Tschechien an einer internationalen Pr\u00fcfungsordnung (PO) gefeilt. Eingeladen war auch der VGM. Vom 22. bis 24. Oktober 2010 traten in Altheim (\u00f6sterr. Innviertel) acht Gespanne aus den\u00a0genannten L\u00e4ndern \u201ezum Probelauf\u201c an. Die niederwildreichen Reviere boten ausgezeichnete Bedingungen, die \u201eBrauchbarkeit\u201c der PO zu testen.<\/p>\n<p>Bernd-Dieter Jesinghausen, Leiter der Pr\u00fcfung und Vorsitzender des Verbands \u201eKleine M\u00fcnsterl\u00e4nder International\u201c, fasste das Ziel zusammen: \u201eWir wollen eine Pr\u00fcfung schaffen, die jagdnah und praktisch ist und zuchtrelevante Kriterien ber\u00fccksichtigt, also vor allem Anlagen und Wesenseigenschaften bewerten kann, die nicht so stark durch Abrichten beeinflusst werden k\u00f6nnen.\u201c Karl Wichmann vom Verband der Gro\u00dfen M\u00fcnsterl\u00e4nder pflichtete seinem Kollegen von den \u201eKleinen\u201c bei: \u201eHeute verkaufen wir immer wieder Hunde ins Ausland, k\u00f6nnen aber auf diese Tiere sp\u00e4ter nicht mehr zur\u00fcckgreifen. Die Verbandspr\u00fcfungen in den Nachbarl\u00e4ndern sind einfach zu unterschiedlich. Wir brauchen deshalb eine Pr\u00fcfungsordnung, die man \u00fcberall durchf\u00fchren kann und auch \u00fcberall jagdlich Sinn macht.\u201c<\/p>\n<p>\n Die Hunde wurden in drei F\u00e4chergruppen gepr\u00fcft: Die Waldarbeit umfasste eine \u00dcbernachtf\u00e4hrte, freies Verlorensuchen und Bringen von Haarwild, St\u00f6bern und Buschieren. Am Wasser mussten sie in deckungsreichem Gew\u00e4sser Verlorensuchen, St\u00f6bern hinter der lebenden Ente und Bringen sowie im Feld ihre Vorsteh-Eigenschaften zeigen. Daneben wurde Gehorsam, Jagdverstand, Teamf\u00e4higkeit und Wesen bewertet.<\/p>\n<h4>Mit Paarsuche<\/h4>\n<p>Mindestens genauso wichtig wie die Arbeit der Hunde und ihrer F\u00fchrer war in Altheim die Diskussion, ob die gepr\u00fcften F\u00e4cher notwendig waren oder zur Beurteilung der Zuchteigenschaften eines Hundes ausreichten. Warum keine Schleppe? \u201eDie Schleppe ist eine reine Gehorsamssache. Wer gut mit seinem Hund arbeitet, kann die Schleppe\u201c, so ein Teilnehmer. \u201eNase, Konzentration, Finderwille und Apportierfreudigkeit lassen sich beim freien Verlorensuchen gut und jagdnah bewerten.\u201c<\/p>\n<p>Dagegen waren sich alle \u00fcber die Bedeutung der Paarsuche einig \u2013 zwei Hunde arbeiten dabei gleichzeitig auf einem Feld, ohne sich zu behindern. \u201eDie Paarsuche ist sehr praxisnah und zwingt die Hunde, sich aufeinander einzustellen. Dabei l\u00e4sst sich Charakter und Temperament der Vierl\u00e4ufer wunderbar vergleichen\u201c, stimmt Jesinghausen zu. \u201eWir werden die Paarsuche sicher als festen\u00a0Bestandteil der Internationalen Pr\u00fcfung aufnehmen\u201c.<\/p>\n<p>Aus den Erfahrungen des Probelaufs wird das Pr\u00fcfungskomitee die PO der n\u00e4chsten \u201eTestpr\u00fcfung\u201c anpassen. Im Oktober 2011 wird die Landesgruppe Nordbayern von KlM Deutschland die zweite \u201eIMP\u201c durchf\u00fchren. Dann geht die \u00fcberarbeitete Pr\u00fcfungsordnung in die nationalen Zuchtverb\u00e4nde. Wird sie dort genehmigt, ist der n\u00e4chste Schritt die Anerkennung durch die FCI. Erst dann wird eine \u201eInternationale M\u00fcnsterl\u00e4nderpr\u00fcfung\u201c auch offiziell in die Ahnentafel der Hunde eingetragen.<\/p>\n<p>Ein weiter Weg, welcher der Freude der Hundef\u00fchrer in Altheim keinen Abbruch tat. Sie hatten sich und ihre Hunde aus Interesse der zweit\u00e4gigen Pr\u00fcfung gestellt. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Neben zwei Zweiten Preisen wurde f\u00fcnfmal ein Erster Preis vergeben. Die beiden Spitzenhunde, die Gro\u00dfen M\u00fcnsterl\u00e4nder \u201eDasty vom Luxriegel\u201c mit ihrem F\u00fchrer Josef Prenner aus \u00d6sterreich und \u201eFrena vom Allg\u00e4uer Tor\u201c, gef\u00fchrt von Milica Urbach aus Bayern, lagen sogar punktgleich (mit 276 + 16 Punkten). Da in diesem Fall dem j\u00fcngeren Hund der Vorzug gegeben wird, waren Milica Urbach und ihre H\u00fcndin die gl\u00fccklichen Tagessieger. Gewonnen aber haben alle \u201eM\u00fcnsterl\u00e4nder\u201c auf dem Weg zu einer internationalen Arbeitspr\u00fcfung.<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"column\"><figure id=\"attachment_243\" aria-describedby=\"caption-attachment-243\" style=\"width: 715px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-243\" src=\"https:\/\/klm-international.info\/media\/2017\/03\/PIRSCH-24-2010.jpg\" alt=\"\" width=\"715\" height=\"432\" srcset=\"https:\/\/klm-international.info\/media\/2017\/03\/PIRSCH-24-2010.jpg 715w, https:\/\/klm-international.info\/media\/2017\/03\/PIRSCH-24-2010-150x91.jpg 150w, https:\/\/klm-international.info\/media\/2017\/03\/PIRSCH-24-2010-300x181.jpg 300w, https:\/\/klm-international.info\/media\/2017\/03\/PIRSCH-24-2010-100x60.jpg 100w, https:\/\/klm-international.info\/media\/2017\/03\/PIRSCH-24-2010-200x121.jpg 200w, https:\/\/klm-international.info\/media\/2017\/03\/PIRSCH-24-2010-450x272.jpg 450w, https:\/\/klm-international.info\/media\/2017\/03\/PIRSCH-24-2010-600x363.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 715px) 100vw, 715px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-243\" class=\"wp-caption-text\">Die strahlende Tagessiegerin Milica Urbach mit Bernd-Dieter Jesinghausen (2.v.r.) und Karl Wichmann (2.v.l.), Richard Roiter (l.) und Volker Albert (r.).<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote>\n<p> Keine \u201eVerwandtschaft\u201c<\/p>\n<p> Man k\u00f6nnte vielleicht meinen, der \u201eKleine M\u00fcnsterl\u00e4nder\u201c sei eine Pygm\u00e4enausgabe des \u201eGro\u00dfen M\u00fcnsterl\u00e4nders\u201c. Das ist aber nicht so! Der \u201eKleine M\u00fcnsterl\u00e4nder\u201c (fr\u00fcher nannte man ihn auch \u201eHeidewachtel\u201c) ist mit dem \u201eGro\u00dfen M\u00fcnsterl\u00e4nder\u201c genetisch nicht n\u00e4her verwandt als mit allen \u00fcbrigen langhaarigen kontinentalen Vorstehhundrassen. Wenn man Edmund L\u00f6ns, einem damals sehr bekannten Z\u00fcchter dieser Rasse, glauben darf, dann geh\u00f6rt zu seinen direkten Ahnen der \u201eBretonische Vorstehhund\u201c. Der \u201eGro\u00dfe M\u00fcnsterl\u00e4nder\u201c hingegen ist eigentlich nichts weiter als eine schwarz-wei\u00dfe Variante des \u201eDeutsch-Langhaar\u201c. Erst vor etwa 70 Jahren schloss der Deutsch-Langhaar-Verband die \u201eSchwarz-wei\u00dfen\u201c von weiteren Eintragungen in sein Zuchtbuch aus, was dazu f\u00fchrte, dass sich die Liebhaber dieser Farbvariet\u00e4t zusammenschlossen und nach dem bevorzugten Zuchtgebiet ihrer Hunde diese \u201eGro\u00dfe schwarz-wei\u00dfe M\u00fcnsterl\u00e4nder\u201c nannten. Sie gr\u00fcndeten einen eigenen Verein, der sich der Zucht dieser interessanten \u201eneuen Rasse\u201c widmete. \u00a0BK<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Info<\/p>\n<p>hier auf <a href=\"https:\/\/klm-international.info\/\" target=\"_blank\">www.klm-international.info<\/a><br \/>\n und bei <a href=\"http:\/\/www.grossermuensterlaender.de\" target=\"_blank\">www.grossermuensterlaender.de<\/a><\/p>\n<p>dieser Bericht als PDF:\u00a0<a href=\"https:\/\/klm-international.info\/media\/2010\/10\/Zeitungsartikel-Pirsch-2010-Frau-Dr.-Miller.pdf\">Zeitungsartikel Pirsch 2010 Frau Dr. Miller<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Autor und Fotograf: Dr. Christine Miller Mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift PIRSCH 24\/2010 Verantwortungsvolle Hundezucht hat l\u00e4ngst die Landesgrenzen gesprengt. 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