{"id":78,"date":"2014-10-17T05:25:44","date_gmt":"2014-10-17T03:25:44","guid":{"rendered":"http:\/\/web6304.softwerk25.konto.name\/international\/?p=78"},"modified":"2018-10-04T16:55:56","modified_gmt":"2018-10-04T14:55:56","slug":"10-jahre-klm-international-klm-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/klm-international.info\/de\/10-jahre-klm-international-klm-i\/","title":{"rendered":"10 Jahre KlM-International (KlM-I)"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8211; Aufbau, Gr\u00fcndung, Entwicklung &#8211;<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Beginn<\/strong><\/p>\n<p>Die Kleinen M\u00fcnsterl\u00e4nder waren bei den J\u00e4gerinnen und J\u00e4gern wegen ihrer Vielseitigkeit bekannt und beliebt. Man konnte im Feld, im Wald und im Wasser mit ihnen jagen. Sie arbeiteten vor dem Schu\u00df und nach dem Schu\u00df. So war es seit vielen Jahrzehnten in Deutschland. Systematisch und langfristig war die Zucht immer weiter entwickelt und stabilisiert worden. Immer h\u00e4ufiger wurden Deckr\u00fcden \u00fcber die Grenzen hinaus eingesetzt oder Welpen in viele europ\u00e4ische L\u00e4nder und nach \u00dcbersee verkauft. Mit der Zeit wurden Fragen dr\u00e4ngender wie, \u201ewas wird aus diesem Zuchtpotential im Ausland?\u201c, \u201ef\u00f6rdern wir die Erhaltung oder die Ver\u00e4nderung unserer Rasse?\u201c, \u201ek\u00f6nnten wir KlM nicht nur exportieren sondern auch Importieren?\u201c usw. Die Zahlen der Kleinen M\u00fcnsterl\u00e4nder waren international immer gr\u00f6\u00dfer geworden, es gab inzwischen in vielen L\u00e4ndern KlM-Clubs, aber sie wussten nur sehr wenig voneinander. Das sollte anders werden!<\/p>\n<p>Wir wollten mehr voneinander wissen, wir wollten Erfahrungen austauschen k\u00f6nnen, voneinander lernen, Gemeinsamkeiten in der Zucht entwickeln und die Zusammenarbeit f\u00f6rdern. Wir beschlossen in unserer Satzung, \u201e es ist unser Ziel, den hohen FCI-Standard dieser Rasse international zu sichern\u201c und \u201edie Erhaltung und F\u00f6rderung der jagdlichen Gebrauchsf\u00e4higkeit ist wichtigster Zweck dieses internationalen Verbandes\u201c. Wir haben auch beschlossen, \u201edie Souver\u00e4nit\u00e4t und historisch gewachsenen Verh\u00e4ltnisse der nationalen Rassevereine zu respektieren\u201c.<\/p>\n<p>Diese Ziele waren grunds\u00e4tzlich einleuchtend. Mit der Umsetzung in die Praxis begannen jedoch ungeahnte Schwierigkeiten: die Repr\u00e4sentanten der nationalen Vereine kannten sich wenig oder gar nicht, die rechtliche Einbindung in die nationalen Organisationen, wie z.B. die Kennel Clubs, stellten sich als sehr unterschiedlich heraus, die Zuchtordnungen waren und sind zum Teil sehr unterschiedlich, die Regelungen f\u00fcr Anlage- oder Leistungspr\u00fcfungen waren und sind nach wie vor sehr unterschiedlich und nicht zuletzt waren auch die jagdlichen Schwerpunkte f\u00fcr die Kleinen M\u00fcnsterl\u00e4nder in fast jedem Land unterschiedlich. Zusammengefasst stellten wir fest, dass die nationalen Interessen und M\u00f6glichkeiten der Rassevereine nur sehr schwer zu ermitteln und unter einen Hut zu bringen sind.<\/p>\n<p>Wir haben es trotzdem begonnen! Es ging nur langsam und in sehr kleinen Schritten voran. Vor zehn Jahren haben wir mit dem Aufbau der internationalen Organisation begonnen. 2006 wurde sie offiziell als Kleine M\u00fcnsterl\u00e4nder-International in der Form eines gemeinn\u00fctzigen Vereins gegr\u00fcndet. Das Pr\u00e4sidium von KlM-I r\u00fcckte in den acht Jahren seiner Zusammenarbeit menschlich und sachlich immer enger zusammen. So wurde es m\u00f6glich, gemeinsam Initiativen, Strategien und Konzepte zu entwickeln und voran zu bringen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Unsere Satzungsziele und Aufgaben:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ziele: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Internationale Sicherung des hohen FCI-Standards der Rasse durch Erhaltung und F\u00f6rderung der jagdlichen Gebrauchsf\u00e4higkeit<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Aufgaben:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Zuchtbedingungen vereinheitlichen (Ausbau der <strong>vielseitigen Leistungszucht<\/strong>)<\/li>\n<li>Die Interessen der Rasse einheitlich und wirkungsvoll gegen\u00fcber nationalen und internationalen Organisationen und Verb\u00e4nden vertreten (Aufbau der Kooperation mit der <strong>FCI und den nationalen Kennelorganisationen)<\/strong><\/li>\n<li>Internationale Pr\u00fcfungen durchf\u00fchren und praktische Erfahrungen austauschen <strong>(internationales Pr\u00fcfungswesen konzipieren und realisieren)<\/strong><\/li>\n<li>Grunds\u00e4tzliche Rasse-, Gebrauchs- und Organisationsangelegenheiten regeln<\/li>\n<li>Nationale KlM-Vereine einheitlich beraten<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong><u>Was wurde erreicht?<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Da wir nur \u00fcber beschr\u00e4nkte Mittel und M\u00f6glichkeiten verf\u00fcgen, haben wir erst einmal mit der Organisation unserer Arbeit und Zusammenarbeit begonnen und versucht, mehr Transparenz in der umfangreichen Zucht- und Pr\u00fcfungsarbeit bei unseren Mitglieder zu schaffen. Wir konzentrierten uns dann auf die Themen <strong>Verbreitung der vielseitigen Leistungszucht<\/strong>, die <strong>Entwicklung von<\/strong> <strong>Kontakten zur FCI und <\/strong>den <strong>nationalen Kennelclubs <\/strong>sowie das Konzept und die Realisierung einer <strong>Internationalen M\u00fcnsterl\u00e4nderpr\u00fcfung.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong><u>Vielseitige Leistungszucht international<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Zahlreiche, oft fruchtlose Bem\u00fchungen und sehr viel Zeit kostete es, eine internationale Transparenz unter den Rassevereinen herzustellen, Zahlen und Informationen zu Mitgliedern, zu Welpen, zu Pr\u00fcfungen oder zu Zuchtordnungen zu erhalten oder zu vergleichen. Die Verh\u00e4ltnisse sind so komplex unterschiedlich von Land zu Land, dass es heute nach 10 Jahren immer noch viele offene Fragen gibt. Da der Standard der Rasse \u00fcber die FCI international einheitlich geregelt ist, ist hier vieles vergleich- und damit beurteilbar. Schwierig wird es, wenn es um die Leistungsanlagen der Rasse geht. Es gibt keine internationalen Empfehlungen und keine internationalen Vergleichbarkeiten. Ein gemeinsames Zuchtverst\u00e4ndnis, \u00e4hnliche Zuchtziele und Zuchtregeln oder vergleichbare Kriterien f\u00fcr Leistungsanlagenpr\u00fcfungen existieren nicht international. Trotzdem sind wir bei unserer Arbeit vorangekommen:<\/p>\n<p>Wir wissen, dass heute der gr\u00f6\u00dfere Teil der europ\u00e4ischen KlM-Population nicht aus standardgerechter vielseitiger Leistungszucht stammt. In vielen L\u00e4ndern erhalten sogar Welpen FCI-Pedigrees ohne dass die Elterntiere \u00fcberhaupt Anlagenpr\u00fcfungen bestanden haben \u2013 von vergleichbaren Anlagepr\u00fcfungen ganz zu schweigen. In vielen L\u00e4ndern richteten sich die Z\u00fcchter auf die speziellen Jagdarten ihrer J\u00e4ger aus und f\u00f6rdern damit die Entwicklung von KlM-Subtypen, bei denen die Vielseitigkeit verloren geht. F\u00fcr die Zucht muss jedoch die Vielseitigkeit der Leistungsanlagen oberstes Ziel bleiben. Sonst verliert die Rasse die F\u00e4higkeit, KlM durch Ausbildung und Training auf alle Arbeiten im Feld, im Wald und im Wasser zu spezialisieren \u2013 vor dem Schu\u00df und nach dem Schu\u00df! Diese F\u00e4higkeit zur Spezialisierung durch die Ausbildung und Training ist ein grundlegendes Rassemerkmal, welches international bewahrt werden muss. Um dieses zu verdeutlichen, sprechen wir heute bei KlM-I vom \u201eklassischen KlM\u201c und wollen ihn in der internationalen Zucht zunehmend verbreiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach langen Abstimmungen hatten wir KlM-Deutschland als Mutterland der Rasse 2013 gebeten, die notwendigen jagdlichen Anlagen der Rasse im internationalen Standard heraus zu stellen sowie zu erg\u00e4nzen und dazu einen Vorschlag gemacht. Diesen hat KlM-Deutschland aufgegriffen und inzwischen gemeinsam mit dem VDH bei der FCI einen entsprechenden Antrag gestellt. Damit wird der \u201eklassische KlM\u201c auch im internationalen Standard in Zukunft ein St\u00fcck besser als vielseitiger Jagdhund verankert.<\/p>\n<p>KlM-Deutschland verzeichnete jahrelang mit ca. 70 Deckakten p. a. im Ausland den h\u00e4ufigsten Einsatz von Zuchtr\u00fcden im Ausland. So wurden auch kleine Populationen in L\u00e4ndern gef\u00f6rdert und mit deutschen Blutlinien immer wieder aufgefrischt, die keine vielseitige Leistungszucht betreiben. Um den Gedanken der Leistungszucht international auch hier zu f\u00f6rdern, werden inzwischen deutsche Deckr\u00fcden nur noch im Rahmen vielseitiger Leistungszucht bei KlM-I Mitgliedsl\u00e4ndern zugelassen. Das hat unter anderem zu einem deutlichen R\u00fcckgang der Deckakte deutscher R\u00fcden im Ausland gef\u00fchrt. KlM-Deutschland hat sich auch unter der Verantwortung von Dietrich Berning konsequent f\u00fcr die Entwicklung gemeinsamer Interessen bei unserer internationalen Organisation eingesetzt und ist insbesondere Motor f\u00fcr die konsequente Verbreitung der vielseitigen Leistungszucht. Dar\u00fcber hinaus wurden Anlagepr\u00fcfungen und Zuchtschauen sowie Richterlehrg\u00e4nge vom Mutterland der Rasse aktiv unterst\u00fctzt. Durch die F\u00f6rderung der internationalen Leistungszucht will KlM-Deutschland erreichen, dass hier in Zukunft auch mit mehr leistungsstarke Blutlinien aus dem Ausland gez\u00fcchtet werden kann. Ein besserer und wechselseitiger Blutlinienaustausch st\u00e4rkt langfristig die Basis unserer Rasse und dient den KlM Populationen in allen Mitgliedsl\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Wir haben im vergangenen Jahr die Funktion eines Obmanns f\u00fcr Leistungspr\u00fcfungen im Pr\u00e4sidium des KlM-I Verbandes geschaffen. Germain Klein aus Frankreich wurde mit dieser Aufgabe betraut. Seine Aufgabe ist es, einerseits die nationalen KlM-Vereine bei dem Auf- oder Ausbau von vielseitigen Anlagenpr\u00fcfungen zu unterst\u00fctzen und andererseits Anlagebeurteilungen international vergleichbar zu machen. Damit wollen wir die Umsetzung des zuk\u00fcnftigen KlM-Standards in unseren Mitgliedsl\u00e4ndern f\u00f6rdern. 2012 hatte unsere Hauptversammlung dazu Mindestleistungen bei folgenden Anlagemerkmalen beschlossen: Nasenleistung, Apportierfreude, Suchen, Vorstehen, Spurwille, Arbeits- und Wasserfreude und F\u00fchrigkeit. Stumm und waidlaut jagende Hunde werden von der Zucht ausgeschlossen. Dieses sind die Grundlagen f\u00fcr die vielseitige internationale Leistungszucht.<\/p>\n<p>In mehreren Mitgliedsl\u00e4ndern werden die KlM schon lange als vielseitige Jagdhunde gez\u00fcchtet und gepr\u00fcft, In anderen L\u00e4ndern werden schon die meisten der vorstehenden Anlagemerkmale erfasst und gepr\u00fcft. Das k\u00f6nnte ausgebaut werden. In den restlichen L\u00e4ndern besteht noch kein einheitliches Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die vielseitige Leistungszucht der KlM-Rasse.<\/p>\n<p>Vielseitige Leistungszucht ist damit international noch lange nicht erreicht, aber wir haben die Voraussetzungen verbessert, \u00dcberzeugungsarbeit betrieben, internationale Kooperationen geschaffen und einige Schritte in die richtige Richtung geschafft. Es liegt noch viel Arbeit vor uns!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><u>Kontakte zur FCI und nationalen Dachorganisationen (Kennel Clubs<\/u><\/strong><u>)<\/u><\/p>\n<p>Die Entwicklung von Leistungszucht und von vergleichbaren Anlagepr\u00fcfungskriterien st\u00f6\u00dft jedoch nicht allein bei nationalen Rassevereinen auf Probleme. Das gr\u00f6\u00dfte Hindernis sind die nationalen Kennel Clubs in den verschiedenen FCI-Mitgliedsl\u00e4ndern. Bis auf Deutschland geben alle anderen nationalen Kennel Clubs die Pedigrees (Ahnentafeln) an die Z\u00fcchter aus. \u00dcber Eintr\u00e4ge in diesen Papieren, wie z.B. Pr\u00fcfungen, bestimmen nur die Kennel Clubs oder die Jagdhundedachorganisationen \u2013 nicht wie in Deutschland die Rassezuchtvereine.<\/p>\n<p>Was ein Kennel Club nicht akzeptiert, kommt auch nicht in das Pedigree. Was nicht im Pedigree steht, ist auch wenig interessant f\u00fcr Z\u00fcchter und Welpenerwerber. International ist bis heute nicht geregelt, ob und welche Anlagenpr\u00fcfungen in das Pedigree eingetragen werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Wir haben daher zusammen mit dem deutschen JGHV eine Initiative beim deutschen Kennel Club (VDH) ergriffen, um bei der FCI auf bessere L\u00f6sungen f\u00fcr die internationale Leistungszucht zu dr\u00e4ngen. Dieser Initiative haben sich bis heute alle deutschen Jagdhunderassen angeschlossen.<\/p>\n<p>Auf Vorschlag von Henrik Andersen hatten wir Gelegenheit, J\u00f8rgen Hindse, Pr\u00e4sident des d\u00e4nischen Kennel Clubs und der Nordischen Kennel Union, von dem Sinn unserer vielseitigen Leistungszucht zur langfristigen, internationalen Sicherung des \u201eklassischen KlM\u201c zu \u00fcberzeugen. Nach der gemeinsamen Sitzung mit unserem Pr\u00e4sidium in Hamburg versprach J\u00f8rgen Hindse, der zugleich auch Sprecher der Europagruppe in der FCI ist, in seinen Gremien unsere internationale Zuchtstrategie zu unterst\u00fctzen. So finden sich zurzeit immer mehr Kr\u00e4fte, die in internationalen Organisationen f\u00fcr gemeinsame Regelungen auf der Leistungsseite f\u00fcr Jagdhunderassen pl\u00e4dieren. Trotzdem liegt auch hier noch ein langer Weg vor uns \u2013 der Anfang ist jedoch gemacht!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><u>Die Internationalen M\u00fcnsterl\u00e4nder Pr\u00fcfungen (IMP-A und IMP-B)<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Ein weiterer wichtiger Schritt wurde vor Jahren bereits mit der Entwicklung und Erprobung eines Konzepts internationaler Anlagenpr\u00fcfungen, den Internationalen M\u00fcnsterl\u00e4nder Pr\u00fcfungen IMP-A und IMP-B eingeleitet. Erfahrene KlM-Leute aus Tschechien, \u00d6sterreich, Frankreich, Holland und Deutschland haben in mehrj\u00e4hrigem Engagement zwei Pr\u00fcfungsordnungen erarbeitet. Beide Pr\u00fcfungen erm\u00f6glichen Vergleiche des KlM-Zuchtpotentials auf einem fortgeschrittenen Leistungsanlagenniveau. Die Basisvariante IMP-B entspricht im Wesentlichen der deutschen Herbstzuchtpr\u00fcfung und die Auslesevariante IMP-A ist eine anspruchsvolle Kombination von Anlage- und Leistungspr\u00fcfung. Der heutigen Hauptversammlung liegt der abschlie\u00dfende Beschlussvorschlag zu den letzten Fassungen der beiden Pr\u00fcfungsordnungen vor. Wir arbeiten daran, dass die internationalen M\u00fcnsterl\u00e4nder Pr\u00fcfungen zuk\u00fcnftig von allen nationalen Rassevereinen beziehungsweise Kennel Clubs als Zuchtvoraussetzung f\u00fcr den \u201eklassischen\u201c Kleinen M\u00fcnsterl\u00e4nder akzeptiert werden.<\/p>\n<p>Die beiden Pr\u00fcfungsordnungen haben sich bereits bew\u00e4hrt, werden beachtet und sto\u00dfen auf kontinuierlich zunehmendes Interesse bei Z\u00fcchtern und F\u00fchrern. Seit 2010 wurde die IMP mit international besetzten Richtergremien in \u00d6sterreich, Deutschland und D\u00e4nemark (in Kooperation mit der deutschen Landesgruppe Schleswig-Holstein) durchgef\u00fchrt und erprobt. In zwei Wochen werden die IMP-A und die IMP-B von dem Niederl\u00e4ndischen Heidewachtelverein (in Kooperation mit der deutschen Landesgruppe Rheinland) ausgerichtet. Dann haben mehr als 60 F\u00fchrerinnen und F\u00fchrer die Internationalen M\u00fcnsterl\u00e4nder Pr\u00fcfungen absolviert haben. F\u00fcr 2015 hat der tschechische und f\u00fcr 2016 hat der franz\u00f6sische Club f\u00fcr langhaarige Vorstehhunde angeboten, jeweils beide IMP auszurichten. KlM-Deutschland wurde gebeten, die Pr\u00fcfungsordnungen bei der FCI zur internationalen Anerkennung (Homologierung) vorzulegen. An diese offizielle Anerkennung werden dann alle FCI Mitgliedsl\u00e4nder gebunden sein.<\/p>\n<p>Die Entwicklung, Erprobung und Durchf\u00fchrung der beiden Pr\u00fcfungsordnungen hat in den vergangenen sechs Jahren die internationale Zusammenarbeit unter den KlM-Rassevereinen sehr befruchtet. Internationale Leistungsrichter konnten in gemischten Teams zusammenarbeiten und praktische Erfahrungen austauschen. Die F\u00fchrerinnen und F\u00fchrer haben auch manche fr\u00f6hliche Stunde in gemeinsamer Runde verbracht. Das hat uns alle n\u00e4her gebracht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><u>Kooperation in der praktischen Zuchtarbeit, F\u00f6rderma\u00dfnahmen<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Die praktische Zuchtsteuerung der nationalen Rassevereine liegt auf den Schultern der Zuchtwarte. Wir haben daher im vergangenen Jahr einen Internationalen Zuchtausschuss gegr\u00fcndet, in dem interessierte nationale Zuchtwarte zusammenarbeiten. Unter der Leitung des deutschen Verbandszuchtwarts Josef Westermann werden gemeinsame Themen diskutiert, zunehmend regelm\u00e4\u00dfige Informationen ausgetauscht und abgestimmt. Auf diese Weise ist ein praktischer \u201ekleiner Grenzverkehr\u201c der Kommunikation entstanden, der sehr hilfreich ist und auch den praktischen Zuchtthemen international zu Gute kommen soll.<\/p>\n<p>Trotz unserer knappen Finanzlage haben wir in der Vergangenheit immer wieder F\u00fchrerinnen und F\u00fchrer mit kleinen Zusch\u00fcssen unterst\u00fctzt, die an ausl\u00e4ndischen Pr\u00fcfungen teilgenommen haben. Auf diese Weise sollten internationale Kontakte und der Erfahrungsaustausch vor Ort gef\u00f6rdert werden. Leider l\u00e4sst uns der Haushalt hierzu zunehmend weniger Spielraum.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><u>Was wurde nicht erreicht?<\/u><\/strong><\/p>\n<p>In allen Mitgliedsl\u00e4ndern treffen wir auf \u00e4hnliche Situationen: es bestehen langj\u00e4hrige, feste \u00dcberzeugungen und Gewohnheiten. Vieles davon als Ergebnis langwieriger Entwicklungen, kontroverser Interessen und Diskussionen oder Kompromisse. Die Z\u00fcchter, Mitglieder und Funktion\u00e4re haben lange an dem \u201eVereinsgeb\u00e4ude\u201c gebaut und f\u00fchlen sich dort heute \u00fcberwiegend zuhause und gut aufgehoben. Die Bereitschaft etwas zu \u00e4ndern ist begrenzt, da mit neuen Ideen, Vorgehensweisen und Zielen viel Ungewissheit gegen bew\u00e4hrte Verh\u00e4ltnisse eingetauscht werden m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Der Gedanke der vielseitigen Leistungszucht erfordert mehr oder weniger umfangreiche \u00c4nderungen in Zucht- und Pr\u00fcfungswesen. Daf\u00fcr m\u00fcssen Z\u00fcchter, Funktion\u00e4re, Leistungsrichter und J\u00e4ger interessiert und begeistert werden. Da haben wir bisher viel zu wenig \u00dcberzeugungskraft und Erfolg gehabt. Au\u00dferdem m\u00fcssen bei internationalen Vereinbarungen regelm\u00e4\u00dfig akzeptable Kompromisse gemacht werden. Die Bereitschaft, Kompromisse zu machen, ist leider noch sehr unterschiedlich ausgepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Kleine KlM-Populationen brauchen einen gut funktionierenden Blutlinienaustausch \u00fcber die Grenzen hinweg. Andernfalls werden durch zu hohe Inzuchtkoeffizienten Gesundheitsrisiken gef\u00f6rdert. Wenn trotzdem Zuchtzulassungskriterien zum Beispiel durch das Bestreben nach einem hohen Leistungsausleseniveau immer mehr eingegrenzt werden, entstehen wachsende Probleme f\u00fcr Wesen und Gesundheit der KlM. Dem sollte entgegengearbeitet werden. F\u00fcr unsere entsprechenden Ratschl\u00e4ge k\u00f6nnen wir bisher leider nur wenig Interesse wecken.<\/p>\n<p>Um vern\u00fcnftige Konzepte zu entwickeln, sind wir darauf angewiesen, Informationen, Zahlen und Antworten auf unsere schriftlichen Fragen zu erhalten. Wir konnten unsere Partner oft nicht vom Sinn oder der Dringlichkeit unserer Anliegen \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>Traditionen, Selbstverst\u00e4ndnis und eingefahrene Wege auf der einen Seite und mangelnde Zeit, mangelnde Hartn\u00e4ckigkeit, mangelnde Geduld oder fehlende \u00dcberzeugungskraft auf unserer Seite haben bisher verhindert, dass es bei den in der Satzung angestrebten grunds\u00e4tzlichen Regelungen in Rasse-, Gebrauchs- und Organisationsangelegenheiten zu gr\u00f6\u00dferen Fortschritten gekommen ist. Auch spielen nat\u00fcrlich rechtliche Hindernisse in verschiedenen L\u00e4ndern ebenfalls eine Rolle. Von einer vereinbarten Einheitlichkeit und grunds\u00e4tzlichen Regelungen sind wir jedoch noch weit entfernt.<\/p>\n<p>Das Interesse an und die Identifikation mit der Arbeit von KlM-International sind \u00fcberwiegend in den \u201eoberen Etagen\u201c der Mitgliedsvereine mehr oder weniger verbreitet. Die meisten Z\u00fcchter und Hundef\u00fchrerinnen sowie \u2013f\u00fchrer k\u00f6nnen nur wenig oder nichts mit unserer Arbeit anfangen. Es ist uns noch nicht \u00fcberzeugend gelungen, Sinn und Nutzen unserer Arbeit f\u00fcr die internationale KlM-Zucht r\u00fcberzubringen. Daher ist auch die Bereitschaft der Mitgliedsvereine, die finanzielle Ausstattung unserer Arbeit zu verbessern, sehr begrenzt. Dieser Umstand begrenzt wiederum die Wirkung unserer Arbeit. Bisher war es nur mit Spenden und privaten Zusch\u00fcssen m\u00f6glich, unseren Haushalt in schwarzen Zahlen zu halten.<\/p>\n<p><u>\u00a0<\/u><\/p>\n<p><strong><u>Zusammenfassung<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Zusammenfassend kann ich feststellen, dass unsere Entwicklung Geduld und Optimismus brauchte aber inzwischen Fahrt aufgenommen hat. Das Fundament f\u00fcr unsere Arbeit ist gelegt und hat sich gefestigt. Wir haben unsere Rolle in der internationalen Zuchtstrategie ebenso besetzt wie bei den internationalen Pr\u00fcfungen, bei der internationalen Interessenvertretung und bei der praktischen, grenz\u00fcbergreifenden Zuchtarbeit. Wir haben aber auch wichtige Aufgaben nicht oder nicht gut genug realisieren k\u00f6nnen. Das Interesse der nationalen Rassevereine sowie unser finanzielle Ausstattung sind noch sehr entwicklungsbed\u00fcrftig. Hier k\u00f6nnen wir noch nicht zufrieden sein.<\/p>\n<p>Auf diesem Weg haben in den vergangenen acht Jahren zunehmend viele KlM-Freundinnen und Freunde engagiert mitgearbeitet. Dies gilt insbesondere f\u00fcr die internationalen Pr\u00fcfungen. F\u00fcr die Entwicklung von Strategien und Konzepten haben sich viele Verantwortliche aus den verschiedenen nationalen KlM-Vereinen sehr intensiv eingesetzt.<\/p>\n<p>Ihnen allen gilt meine Anerkennung und mein Dank! Pers\u00f6nlich danke ich unserer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Jacqueline Mette sowie meinen Kollegen Cor Bottenheft und Henrik Andersen f\u00fcr die vertrauensvolle, freundschaftliche Zusammenarbeit in unserem Pr\u00e4sidium. Ohne Ihre kontinuierliche und intensive Arbeit sowie die Mitarbeit der G\u00e4ste im Pr\u00e4sidium h\u00e4tte KlM-International die heutige Wegmarke nicht erreichen k\u00f6nnen. F\u00fcr den weiteren Weg von KlM-International w\u00fcnsche ich allen viel Gl\u00fcck und Erfolg sowie eine gute Hand bei den zuk\u00fcnftigen Weichenstellungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schwabach im Oktober 2014<\/p>\n<p>Bernd-Dieter Jesinghausen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8211; Aufbau, Gr\u00fcndung, Entwicklung &#8211; &nbsp; Der Beginn Die Kleinen M\u00fcnsterl\u00e4nder waren bei den J\u00e4gerinnen und J\u00e4gern wegen ihrer Vielseitigkeit bekannt und beliebt. Man konnte im Feld, im Wald und im Wasser mit ihnen jagen. 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